Donnerstag, 1. Dezember 2022

Newsletter Dezember 2022

Begehrlichkeiten und Sehnsüchte

 

Die Vorweihnachtszeit ist da und unsere Wünsche an's Christkind, oder wen auch immer, beginnen Gestalt anzunehmen oder sind sogar schon deponiert.

Wir haben unsere Wünsche nach dem BGE an den Nationalrat und den Sozialausschuss, dank dem durch Dich erfolgreich gewordenen Volksbegehren, bereits heran getragen. Was passiert ist und noch passieren wird, liest Du weiter unten.

Immer mehr Menschen haben Sehnsucht nach Stabilität und finanzieller Freiheit. Wir müssen gemeinsam etwas unternehmen, damit diese Sehnsucht gestillt werden kann. Nichts tun ist die schlechteste Wahl überhaupt. Engagiere Dich mit uns für eine bessere Zukunft für uns alle! Wäre das nicht ein guter Neujahrsvorsatz? ;-)

Für Deine Unterstützung (moralisch, tatkräftig oder sonstwie) im fast schon abgelaufenen Jahr möchten wir uns natürlich hier ganz herzlich bedanken und wünschen Dir hiermit eine stimmungsvolle Adventzeit, erholsame Feiertage im Kreis Deiner Lieben und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

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Mittwoch, 23. November 2022

18. November: Stellungnahme der Proponent:innen

Nach der Sitzung im Sozialausschuss wurde den Proponent:innen das Protokoll dieser Sitzung zugesandt und sie wurden eingeladen, dazu Stellung zu nehmen. Am 18. November wurde diese Stellungnahme ausgearbeitet und an das Parlament geschickt.

Am 1. Februar wurde das Thema wieder m Plenum diskutiert. Leider wurden nur die skeptischen Argumente der Parteien bzw. ihrer "Experten" wiederholt, nicht die Argumente der Proponent:innen  bzw. die Stellungnahme. (Link zur Mediathek des Parlements) Einzig die Idee eines Bürgerrates (für die Weiterentwicklung des Sozialsystems) wurde positiv aufgenommen, aber nicht konkretisiert.

 In der erwähnten Stellungnahme der Proponent:innen  wurden die wichtigsten Diskussionsthemen in vier Punkten zusammengefasst und  kommentiert: In der Stellungnahme wurden die wichtigsten Diskussionsthemen in vier Punkten zusammengefasst und  kommentiert:

  1. Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) soll keineswegs den Sozialstaat abschaffen, sondern ihn weiterentwickeln. So ist es selbstverständlich, dass mit dem BGE besondere Bedürfnisse (z.B. von Behinderten) NICHT abgedeckt sind und Sozialversicherung und Pensionen davon NICHT betroffen sind. Ein BGE soll Mindestsicherung, Notstandshilfe, Pensionsausgleichszahlung und Familienbeihilfe ersetzen und damit Verwaltung vereinfachen.

    Das Bildungssystem und das Gesundheitssystem sollen davon also ebenso wenig nachteilig betroffen sein wie die Infrastruktur (öffentlicher Verkehr, Wasser, Energie, Wohnen etc.).

    Aussagen und Befürchtungen diesbezüglich kamen von u.a. von Mag. Dr. Rolf Gleißner, Mag. Hanno Lorenz und Mag.a Verena Nussbaum.

  2. In der Diskussion wurden mehrmals Bedenken geäußert, dass die ungleiche Verteilung der Care-Arbeit zwischen den Geschlechtern durch ein BGE weiter zementiert würde. Tatsächlich würde ein BGE dazu beitragen, dass Frauen generell - vor allem wirtschaftlich - unabhängiger würden und eine ganz andere Verhandlungsposition in Partnerschaften gegeben wäre.Losgelöst vom BGE muss das Ziel „gleicher Lohn bei gleicher Arbeit für alle Geschlechter“ in der Erwerbsarbeit natürlich weiter verfolgt werden.

  3. Alle Fraktionen sind der Meinung, dass ein BGE nicht finanzierbar sei. Diverse Modellrechnungen zeigen allerdings, dass es sehr wohl möglich ist, das BGE in Österreich im Budget abzubilden. Die Abqualifizierung eines BGE als „Gießkannensystem“ ist insofern falsch, da in den meisten Modellen Besserverdienende durch höhere Besteuerung ihren Beitrag leisten werden.

    In einigen Modellen liegt der Grenzwert bei einem monatlichen Erwerbseinkommen bei Brutto Euro 5.000. Ab dieser Höhe werden die Bezieher:innen mehr Steuern zahlen, als sie durch das BGE erhalten. Im Gegensatz zum in der Sitzung erwähnten Klimabonus, der tatsächlich mit der „Gießkanne“ ausgeschüttet wurde, ist das BGE in diesen Modellen kein Zuverdienst für alle. Das BGE ist ein deutlicher Beitrag zur Umverteilung von oben nach unten und stärkt dadurch den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft.

  4. Das BGE ist keine „einfache“ Lösung, wie es Karl Öllinger ausgedrückt hat. Daher schlagen wir im Volksbegehren ja auch vor, dass „über Höhe, Finanzierung und Umsetzung nach einem Prozess, an dem die Zivilgesellschaft maßgeblich beteiligt ist“ gesprochen werden soll. In diese Richtung geht auch unser Vorschlag für einen Bürger:innen-Rat.

[...]

Wir bedanken uns ausdrücklich für die wertschätzende Diskussion, die inhaltlich weiterführenden Impulse und auch für einige, dem Bedingungslosen Grundeinkommen wohlwollend gesinnten Beiträge. Wir werden weiter mit den Abgeordneten und Experten im Gespräch bleiben.

Allgemein konnten wir in der Sitzung feststellen, dass die Angst vor bedeutenden Veränderungen bei den Abgeordneten tief sitzt. Paradigmenwechsel und die Arbeit an langfristigen Lösungen werden zugunsten des Erhalts des Status Quo bzw. einer Politik der kleinen Schritte verhindert. Uns ist klar, dass die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens in Österreich „nach dem Zeitalter der liberalen Grundrechte (im 18. Jhdt.), dem Zeitalter der politischen Grundrechte (im 19. Jhdt.) und dem Zeitalter der sozialen Grundrechte (im 20. Jhdt.) ein neues Zeitalter der ökonomischen Grundrechte im 21. Jhdt.“ (Zitat Dr.in Elisabeth Dreer, JKU) einläuten und große gesellschaftliche Veränderungen anstoßen würde. Wir glauben nach wie vor, dass das BGE eine große Chance wäre, den notwendigen Entwicklungen und Maßnahmen (Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Demokratie, sozialen Frieden, Armutsbekämpfung, ...) die richtige Richtung zu geben.



Freitag, 4. November 2022

3. November: 2 Stunden BGE-Debatte im Parlament

Am 3. November fand eine Sitzung des Sozialausschusses im Parlament statt, bei der das Volksbegehren Grundeinkommen diskutiert wurde. Von Seiten der Aktivisten für das Volksbegehren waren Klaus Sambor, Roswitha Minardi und Ingrid Farag am Podium.

 

Freitag, 21. Oktober 2022

20- Oktober: Grundeinkommens-Diskussion in der Martin-Luther-Kirche


Anlässlich des 75-Jahrjubiläums veranstaltete die Stadtdiakonie Linz am 20. Oktober 2022 einen Diskussionsabend zum Thema:

Grundeinkommen - existenzielle Absicherung für alle! Utopie oder realistische Alternative?

Es diskutierten: Friedrich Schneider (Ökonom, Johannes Kepler Universität Linz), Bernhard Heinzelmaier (Institut für Jugendkulturforschung), Margit Appel (Netzwerk Grundeinko, mmen), Martin Prugger (WKO Oberösterreich), Moderation: Martin Wassermair (Politikredakteur DORFTV)

Aufzeichnung DORFTV in der Linzer Martin-Luther-Kirche:
https://dorftv.at/video/41115

Montag, 10. Oktober 2022

Info-Stand und Vortrag im Rahmen der WeFair 2022

Auch 2022 hatten wir auf der Nachhaltigkeitsmesse WeFair in Linz (7.-9. Oktober) wieder einen Info-Stand. Im Rahmen der WeFair hielt Paul Ettl einen Vortrag über "Das Linzer Modell für ein Bedingungsloses Grundeinkommen"


Interview mit Roswtha Minardi im Rahmen der WeFair

Donnerstag, 29. September 2022

ThinkTank mit Gerald Loacker

In einem "ThinkTank" haben wir uns am Donnerstag, 29. September mit Gerald Loacker, NR-Abgeordneten der NEOS, zum Thema "Auf dem Weg zum Sozialstaat 4.0 - Liberales Bürgergeld und Bedingungsloses Grundeinkommen" unterhalten.


Kurzversion der Veranstaltungen (Impulsreferate):

 

Die Aufzeichnung der vollen Veranstaltung (1:40 h) finden Sie auf YouTube.

 

Mittwoch, 28. September 2022

Das Grundeinkommen im Parlament

Am 21. Seütember fand die erste Lesung zum Volksbegehren im Nationalrat statt.
 

Stellungnahme von Klaus Sambor: Stellungnahme von Roswitha Minardi

Bei der ersten Lesung wurde die Angelegenheit dem Ausschuss für Soziales und Arbeit zugewiesen. Dieser Ausschuss hat dann am 27. September getagt. Klaus Sambor konnte dort als Bevollmächtigter des Volksbegehrens sprechen. Anschließend wurde das Thema vertagt, um "den Abgeordneten die Gelegenheit zu geben, sich mit der Sache zu beschäftigen".

Auf der Webseite des Parlaments kann man die Behandlung im Parlament verfolgen, sowie Stellungnahmen dazu abgeben und abgegebene Stellungnahmen lesen und unterstützen.